Presse

Newsletter erhalten

Aktuelle Umfrage

Die Autobahn A14 soll in den nächsten Jahren von Magdeburg, durch die Prignitz weiter in Richtung Schwerin führend gebaut werden. Halten Sie dieses Infrastrukturprojekt für sinnvoll?

Ja, die Autobahn muss schnellstmöglich gebaut werden.
Nein, wir brauchen die A14 nicht.
Mir ist es egal.
zum Ergebnis

Mitglied werden


Sie sind hier: Presse  Presseberichte  Presseberichte 2011  

Presseberichte 2011

Lehrer und Eltern kritisieren überstürzte Zeitpläne

24.09.11 | Pressebericht der Märkischen Allgemeinen

RATHENOW - Die Lehrer an den Förderschulen für schwer Lernende und geistig Behinderte sind stark verunsichert. Will das Land die Förderschulen abschaffen? Gordon Hoffmann, bildungspolitischer Sprecher der CDU im Landtag will das nicht ausschließen. Gerade die Förderschulen für schwer Lernende sollen ab 2019 in die reguläre Grundschule integriert sein. Ergebnis ist die Inklusionsschule, an der alle Kinder gleichberechtigt lernen. Der CDU-Stadtverband Rathenow hatte zu einem Podiumsgespräch eingeladen. Schulrätin Heike Noll, Roger Lewandowski vom CDU-Landesfachausschuss Bildung, Antje Resch von der Förderschule „Spektrum“ und Gordon Hoffmann diskutierten über die Idee, in Brandenburg die Inklusionsschule bis 2019 einzuführen.

Unter den Zuhörern saßen vor allem Lehrer, die an Förderschulen unterrichten. Die Leiterin der Förderschule für schwer Lernende in Rathenow ließ wenig Gutes an den Plänen: „Es werden keine Sonderpädagogen mehr ausgebildet, an den Grundschulen fehlen Lehrer für den regulären Unterricht.“ Schon heute können schwer Lernende in reguläre Grundschulen aufgenommen werden. 

Doch das Ergebnis ist aus Sicht der Schulleiterin niederschmetternd: „Wir haben mit Schülern, die zu uns aus Grundschulen zurückgekommen sind zwei Klassen aufgemacht. Es war sehr mühsam diesen Schülern wieder ein Selbstwertgefühl zu vermitteln.“ Es sei eben nicht einfach, alle Schüler gleichberechtigt zu unterrichten. Kinder in regulären Grundschulen sollen in der 3. Klasse bis 1000 rechnen können, schwer Lernende bis zur Zahl 100. Roger Lewandowski glaubt, dass die Landesregierung kein Interesse hat, eine ausführliche Diskussion zu führen. „In drei Monaten soll das Gesetz auf den Weg gebracht werden, das reicht nicht für einen gründlichen Diskurs.“

Lewandowski, der auch Beigeordneter in der Kreisverwaltung ist, erinnerte an die Kosten: „Die Kommunen müssen ihre Schulen umbauen.“ Allein in Rathenow müsste die Stadt für 17 Aufzüge und den Umbau von Toiletten 1 Million Euro zusätzlich aufbringen. Gordon Hoffman betonte, dass es andere Bundesländer gebe, in denen es in der Sache ein Elternwahlrecht gibt. Warum will man das in Brandenburg nicht?“ Und Antje Resch stimmte zu: „Wir brauchen dafür sehr viel Geld.“ Resch warnte, die Debatte könne Förderschulen stigmatisieren. „Unsere Förderschulen sind gute Bildungseinrichtungen.“ Resch forderte wie viele der Lehrer im Publikum, das Land Brandenburg solle endlich einen Schulabschluss für Förderschüler einführen.

Schulrätin Heike Noll hatte einen schweren Stand. Sie räumte Fehler bei dem Projekt ein, riet aber dennoch, die Diskussion fortzusetzen. (Von Joachim Wilisch)

Quelle: http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12180633/61759/Die-CDU-warnt-davor-Foerderschulen-fuer-schwer-Lernende.html

zurück

Aus der Arbeit im Brandenburger Landtag

Prignitzer Impressionen

Copyright © 2010 by Gordon Hoffmann | Alle Rechte vorbehalten.