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Saures im Gepäck - Gordon Hoffmann zu Besuch bei der JU Elbe-Elster

28.10.2011 | Finsterwalde


Mitglieder der JU Elbe-Elster

Passend zum durch den Reformationstag verlängerten Wochenende ließ sich die Junge Union Elbe-Elster/OSL einen ganz besonderen Schauer über den Rücken laufen. Denn am Freitag vor Halloween erfuhren die Lehramtsstudenten und jungen Lehrer, die gemeinsam mit Gordon Hoffmann einen bildungspolitischen Abend gestalteten, wie die Vorstellungen der rot-roten Landesregierung zur Bildungspolitik ihre Arbeit in Zukunft erschweren sollen.

Zwar betonte die JU-Kreisvorsitzende Ariane Weiß, dass sich nicht alle angehenden Lehrer ins kalte Wasser gestoßen fühlten, wenn es um die inklusive Schule ginge, doch damit, dass Rot-Rot platt pauschalisiere und die Förderschulen einfach abschaffen wolle, konnte sich keiner der Anwesenden abfinden. Selbstverständlich sei es auch im Sinne der Jungen Union die UN-Konvention umzusetzen und dafür zu sorgen, dass Menschen aufgrund ihrer Behinderung nicht benachteiligt würden. Eine überhastete Abschaffung der Förderschulen sei jedoch der falsche Weg. Stattdessen sollten schrittweise die Voraussetzungen für das Gelingen von Inklusion geschaffen werden.

Nach Ansicht Hoffmanns sei zu erwarten, dass das Tempo mit dem die Landesregierung Förderschulen schließen wolle einen flächendeckenden Mangel an den dafür vorbereiteten Lehrern erzeugen werde. Diese würden dann nicht nur mit den häufig zu großen Klassenverbänden sondern zusätzlich auch durch die Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf eine enorme Belastung erfahren. Die Arbeitsbedingungen der Lehrer und damit auch der Lernerfolg der Kinder würde auf diese Weise nachhaltig beeinträchtigt, eine erfolgreiche Umsetzung der Behindertenrechtskonvention sei so nicht machbar.

Mit den fragwürdigen Kürzungsplänen des Landes bei den Schulen in freier Trägerschaft schloss sich ein weiteres Thema des Abends direkt an diese Diskussion an. Hierzu wurde festgestellt, dass freie Schulen in den nächsten Jahren mit drastischen Kürzungen seitens der Landesregierung rechnen müssten. Ausgerechnet diese Schulen, die sich nach Meinung Hoffmanns häufig durch Kreativität und Engagement auszeichneten würden nun in ihrer Existenz bedroht. Das Land stehle sich aus der Verantwortung, weil es sich nicht dem Wettbewerb stelle und die staatlichen Schulen besser machen wolle. Stattdessen solle ein unliebsamer Wettbewerber aus dem Feld geschlagen werden. Besonders problematisch ist für den Bildungspolitiker, dass das Bildungsministerium die Höhe der Zuschüsse nach dem neuen Modell nach Belieben anpassen könne. "Ein verantwortungsbewusster Abgeordneter kann diesen Plänen eigentlich nicht zustimmen, weil man sich damit des eigenen Handlungsspielraumes beraube.", so Gordon Hoffmann. Möglicherweise seien einige Abgeordnete in Reihen der Regierungskoalition jedoch auch ganz froh, wenn die "Drecksarbeit" andere für sie erledigen würden.


Da fällt das verabschieden schwer - die JU sorgte für ausreichend Essen und Getränke

 


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